Kita Reform der Jamaica-Koalition doch kein „großer Wurf“

Die Kita Reform der Jamaica-Koalition ist doch kein „großer Wurf“, dies war das Fazit der Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins Glückstadt mit Birgit Herdejürgen. Vor allem die Glückstädter Familien werden nur wenig bis gar nicht von der Reform profitieren. Auch die Vereinfachung für die Gemeinden ist so nicht realisiert. Vor allem die steigende Betreuungszahlen in Schleswig-Holstein ist für die Gemeinden eine starke Belastung. Hier muss das Land sich noch mehr an der Finanzierung beteiligen – für Glückstadt springt aber durch die Reform unter dem Strich weniger raus als zuvor.

Positiv hervorzuheben ist die einheitliche Sozialstaffel in Schleswig-Holstein und dass der Beitragsdeckel  für Kinder unter drei Jahren bei einem monatlichen Beitrag von 180 Euro und für Kinder über drei Jahren bei 145 Euro liegen soll. Auch, die Qualitätserhöhung ist positiv: Zukünftig  gibt es neue Vorgaben für den Betreuungsschlüssel: Für Ü-3-Kinder gilt ein Fachkraft-Kind-Schlüssel von 2,0. Regelgruppen Ü3 sind entsprechend auf 20 Kinder begrenzt, im Ausnahmefall auf 22. Eine Erhöhung auf 25 Kinder in einer Gruppe gibt es nicht mehr. – Ein guter Schritt, aber in vielen Fällen der aktuelle Status Quo. „Das sind alles Vorgaben, die in Glückstadt bereits erfüllt sind.“, sagte Birgit Herdejürgen in der Diskussion.

Nicht einbezogen in die Reform wird zudem das Thema Inklusion in Kindertagesstätten, das in Glückstadt bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird. Somit wird sich für Glückstadt der Betrag aus Landes-, Kreis- und Elternbeiträgen nicht gravierend ändern. „Standorte und Finanzierungen sind derzeit in Schleswig-Holstein derart unterschiedlich, dass es erst einmal wichtig war, das Thema aufzugreifen und einen Standard zu schaffen. Aber in den nächsten Jahren wird an der Reform wohl noch einiges nachzubessern sein“, ist sich Birgit Herdejürgen sicher. –

Der Glückstädter SPD-Vorsitzende Michael merkte in der Diskussion an, dass „die vollständige Beitragsfreiheit für die Eltern durch die Küstenkoalition unter Torsten Albig beschlossen war und nun von der Günther-Regierung kassiert wurde. Dies ist ein schwerer Schlag für die Eltern von U-3-Kindern.“ Dies ist eine der zentralen Forderung der SPD,  in Hamburg und anderen Bundesländern wurde die Beitragsfreiheit schon umgesetzt. Ein deutlicher Standortnachteil für Glückstadt.

Bericht in der Fortuna vom 05. Dezember 2019:

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/spd-politikerin-birgit-herdejuergen-fuerchtet-zusaetzliche-belastung-fuer-glueckstadt-id26596487.html

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