SPD-Spitzenkandidat Enrico Kreft zum Speakers‘ Corner in Glückstadt

Der Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein Enrico Kreft und die SPD Glückstadt probierte mit den Jusos Steinburg ein neues Wahlkampfformat aus. Angelehnt an die traditionelle Herkunft der Demokratie Englands in der Speakers‘ Corner in London setzten die Steinburger Genossen ein ungewöhnliches Objekt in den Mittelpunkt der Veranstaltung: Eine Getränkekiste.

Der Glückstädter SPD-Vorsitzende Michael Seifert hob in seinem Redebeitrag die Bedeutung der Europäischen Union hervor: „Wir werden häufig gefragt was die EU für uns erreicht wird. Ich komme mir dabei manchmal vor wie bei Monty Pythons „Das Leben des Brian“, wenn ich die vielen kleinen Erfolge Europas aufzähle. Aber die bedeutendsten und größten Errungenschaften, welche Europa und gebracht hat, sind Friede und Freiheit.“ Diese gelte es nicht nur in Glückstadt, sondern überall in Europa gegen die rechten Parteien zu verteidigen.

Bild: Nils Hannes Klotz

Der eigentlichen Anlass der Kundgebung war aber der 70. Geburtstag des Grundgesetzes. Dabei hob der Jusokreisvorsitzende Philipp Kehl die Bedeutung der Grundlage unserer Demokratie auch in Zeiten von Europa und Globalisierung hervor.

Der abschließende Höhepunkt war die Rede des Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein Enrico Kreft, der mit Vehemenz für ein sozialeres, solidarisches und nachhaltiger Europa argumentierte und dabei auch eine faire Besteuerung der Unternehmensgewinne der Software-Riesen wie Google und Amazon forderte. „Wir brauchen dieses Geld um in Bildung, Infrastruktur, Innovationen, Forschung und Entwicklung zu investieren.“ machte Kreft seinen Standpunkt klar.

Bild: Nils Hannes Klotz

Bei Gesprächen im Anschluss waren die Themen ÖPNV und Urheberrecht im Zentrum der Nachfragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger. Im Anschluss machten sich die Genossen aus verschiedenen Ortsvereinen auf zum Haustürwahlkampf, bevor der Wahlkampftag bei einem gemeinsamen Grillen abgeschlossen wurde.

Sowohl Michael Seifert als auch Enrico Kreft zeigten sich begeistert von der wiederentdeckten Form der politischen Kommunikation: „Die Kraft der Rede von einem kleinen Kasten ist eine Rückkehr zum eigentlichen Grund der politischen Rede: Die Überzeugung des Publikums durch rhetorische Fähigkeiten. Es hat Spaß gemacht dieses Format auszuprobieren.“ meinten Kreft und Seifert übereinstimmend. Es war sicher nicht der letzte Einsatz der kleinen roten Kiste.

Bild: Nils Hannes Klotz
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